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In Zeiten der Information- und Reizüberflutung gewinnen Selbstmanagementkompetenzen stetig an Bedeutung. Mittlerweile gibt es zahlreiche Tools und Techniken, die Ablenkungen eindämmen und uns das Leben erleichtern sowie den Studienalltag produktiver machen sollen. Wir haben vier davon unter die Lupe genommen, damit du deine Aufgaben im Studium erfolgreich meisterst. 

Wunderlist

Alle Tasks im Überblick: Wunderlist unterstützt Dich, produktiver zu arbeiten.

Bist Du auch schon ein Wunderkind? Wunderlist ist wohl eine der besten Apps, wenn es darum geht, To-Do-Listen zu erstellen und Aufgaben zu verwalten. Dabei profitieren die UserInnen insbesondere von der einfachen und selbsterklärenden Usability. Die Softwareentwickler haben von Anfang an bewusst auf großen Schnickschnack verzichtet. Zunächst legt die/der UserIn Listen an (z.B. Masterarbeit, Urlaub, Prüfungen, für die man noch lernen muss etc.). Wer mehrere Listen zusammenfassen will, kann dazu auch Ordner erstellen. Welche Listennamen und Zuordnungen am sinnvollsten sind, muss man sich selbst überlegen – die App kann einem diese Aufgabe nicht abnehmen. Wer nun entsprechende Listen angelegt hat, kann darin diverse Einträge, also Aufgaben erstellen. Diese können hierarchisch von A-Z oder nach Datum sortiert werden, wobei sich die Einträge auch ganz einfach per Drag and Drop verschieben lassen. Ferner können andere TeilnehmerInnen eingeladen werden, Aufgaben zu bearbeiten. Der Vorteil: Wunderlist steht für alle Geräte zur Verfügung.

Website: http://wunderlist.com

Google Keep

Google Notizen ist bezogen auf den Funktionsumfang mit Wunderlist nicht vergleichbar. Die App ähnelt in dieser Hinsicht eher Evernote oder One Note. Die Tiefe des Funktionsumfangs ist aber immer auch eine Geschmackssache und abhängig von individuellen Anforderungen. Google Notizen bietet hier viel mehr Möglichkeiten als zum Beispiel Wunderlist und ist speziell dann empfehlenswert, wenn Du Sprachaufnahmen, Fotos oder spontane Notizen festhalten möchtest. Praktisch sind vor allem standortbasierte Erinnerungen. Beispiel: Du schleppst schon tagelang Deine Bücher aus der Bibliothek mit und hast bisher vergessen, diese zurückzugeben, obwohl Du Dich eigentlich regelmäßig am Campus aufhältst. Du kannst nun in der App einstellen, dass Du eine Erinnerung bekommst, sobald Du auf der Uni bist. Gleiches gilt zum Beispiel auch für Einkaufslisten, wenn Du einen Supermarkt betrittst. Genau wie bei Wunderlist werden Deine Notizen auf allen Devices synchronisiert.

Website: http://keep.google.com

Pomodoro One

Der Paradeiser unter den Selbstmanagementtools. Usability-Expertin Anna Fokina nennt die App auch „digitale Eieruhr mit Intervallen.“ Der Sinn dahinter ist, sowohl die Dauer für Aufgaben zu managen als auch regelmäßig an Pausen erinnert zu werden. Die Entwickler fassen das so zusammen: „Pomodoro helps you get stuff done and stay healthy by managing your work and break time.“ Im besten Fall kann die App also einen positiven Beitrag zur Work-Life-Balance schaffen. Einziger Wermutstropfen: Die App gibt es derzeit nur für Mac und iPhone bzw. iPad. Mit ClearFocus steht aber eine ebenso coole Android Alternative zur Verfügung.

Website: http://rinik.net/pomodoro/

SelfControl App

So toll und schnell es einerseits auch ist, im digitalen Zeitalter zu leben, so sehr stellt der ständige Online-Zugang auch unsere Selbstdisziplin auf die Probe. Und da die EU noch keine verpflichtenden Warnhinweise für Websites, die ein hohes Ablenkungspotenzial haben, eingeführt hat, haben sich die Entwickler der SelfControl App für Mac OS X darum gekümmert. So befreist Du Dich konkret von lästigen Ablenkungen: Überlege Dir vorab, welche Websites Dich persönlich am produktiven Arbeiten hindern und teile dies der App mit. Du kannst nun einen bestimmten Zeithorizont einstellen, an dem Dir die App keinen Zugriff zu diesen Websites erlaubt. Der Clou: Selbst wenn Du den PC neu startest oder das Programm löschst, bleibt Dir der Zugriff auf die Websites für die zuvor definierte Zeitspanne verwehrt. Alternativen für Android sind zum Beispiel Cold Turkey oder FocusMe.

Website: https://selfcontrolapp.com

Grundlegende Tipps zur Produktivitätssteigerung

Merke: Tools können uns dabei unterstützen, unsere Produktivität zu steigern. Jedoch machen sie uns nicht per se disziplinierter. Denn Produktivität hängt auch von der eigenen Einstellung und Arbeitsweise ab. Damit Projekte gelingen, ist es empfehlenswert, sich Projektmanagement-Kompetenzen anzueignen.

Diese Dinge machen Dich produktiver:

  • Grüner Tee gegen das Leistungstief am Nachmittag
  • Sport und Entspannungsübungen zwischendurch
  • Regelmäßige Pausen
  • Ein Raumklima zwischen 20 und 23 Grad
  • Blaues, kaltes Licht ist besser als gelbes, warmes Licht
  • Tasks gruppieren
  • Ablenkungsfreies Arbeiten in ruhiger Umgebung

Das macht Dich unproduktiv:

  • Ein voller Kopf: Es ist besser auch Kleinigkeiten aufzuschreiben, statt sich alles zu merken. So kannst Du wieder Platz für wichtige Dinge schaffen.
  • Multitasking: Wir alle machen es – aber eigentlich müssten wir es besser wissen. Ständig zwischendurch E-Mails zu beantworten, obwohl man eigentlich mit anderen Dingen beschäftigt ist, wirkt sich negativ auf das Arbeitsergebnis aus und ist ineffizient. Hilfreich ist daher auch, Notifications von Apps & Co. abzuschalten.
  • Negative Gedanken und Stress: Private Probleme sowie Schwierigkeiten im Job und Arbeitsalltag blockieren uns. Wir fühlen uns dann oftmals wie gelähmt.
  • Zu viele Termine und Aufgaben: Plane Deine Termine so, dass Du noch Freiräume hast, um Dinge zu erledigen.
  • Ein großes Großraumbüro: „Ich bin im Büro – holt mich hier raus!“ ist der Titel eines Artikels auf Zeit Online. Und tatsächlich: Viele Unternehmen unterschätzen, wie sich ein hippes Großraumbüro auf die Produktivität der Angestellten auswirken kann.


Mehr Tipps findest Du auch in unseren KarriereGuides.

Author: Dominik Buchbauer

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